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Schloss Holte-Stukenbrock: GRÜNE lehnen Industriegebiet an der Polizeischule ab

Genau zwischen zwei FFH-Gebieten soll an der Polizeischule in Schloss Holte-Stukenbrock ein Gewerbe- und Industriebereich entstehen. Die GRÜNEN Im Regionalrat Detmold haben sich jetzt vehement gegen diese Pla-nungen ausgesprochen.

Helga Lange, Sprecherin der GRÜNEN Fraktion im Regionalrat: „Diese Standortwahl ist nicht raumplanerisch begründet, sondern ist der Größe und der Verortung nach ausschließlich durch die Wünsche aus dem Nachbarort Hövelhof begründet.“

Der Regionalrat muss in seiner Abwägung viele Faktoren berücksichtigen. Das ist zum einen der Bedarf an Gewerbe- und Industriefläche, aber auch die Frage, ob eine solche Planung ein völlig neuer Ansatz in der Landschaft ist, oder ob er sch an ein bereits vorhandenes Gewerbe- und Industriegebiet anschließt.
Ziel aller Überlegungen ist eine gesicherte Gewerbeentwicklung, aber auch eine möglichst Flächen sparende Planung und Ausführung.

Im Einzelnen kritisieren GRÜNE und Naturschützer die unzulängliche Begründung des Bedarfs, die fehlende Prüfung von alternativen Standorten sowie die unzurei-chende Beachtung der wertvollen Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten mit äußerst hoher ökologischer Empfindlichkeit bei der Umweltprüfung.
Weiter fehlt eine aussagekräftige Bewertung der Auswirkungen auf die angrenzenden FFH-Gebiete sowie die Erfassung und Prüfung konkreter Artenvorkommen.
Ebenfalls unberücksichtigt bleiben die Grundwasserbeeinträchtigungen, die zu erwartenden Stickstoffemissionen und die Tatsache, dass Wald geopfert werden muss.

Helga Lange: „Die Empfindlichkeit der Flächen an der Polizeischule und ihre Schutzwürdigkeit werden von niemandem in Frage gestellt. Trotzdem wird diese Fläche in Anspruch genommen und Bedenken der Naturschutzverbände per Mehrheitsbeschluss aus der Welt geschafft. Offenkundige Probleme werden auf die nächste Ebene verschoben und Lösungen werden angepriesen, deren Wirksamkeit völlig offen ist. Ein Gewerbe- und Industriegebiet an der Polizeischule ist eine gravierende Fehlentwicklung!“

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